Nominierte NEA 2019

Intrapore GmbH

Kurzbegründung zur Nominierung

Das 2015 gegründete Unternehmen Intrapore ist spezialisiert auf die Sanierung von kontaminiertem Grundwasser.

Verunreinigtes Grundwasser und schadstoffbelastete Böden sind weltweit ein Problem. Grundwasser ist lebensnotwendig – sowohl für uns Menschen als auch für zahlreiche andere Lebewesen. In Deutschland werden mehr als 70 Prozent des Trinkwasseraufkommens aus dem Grundwasser entnommen. Durch menschengemachte Kontaminationen und die globale Erwärmung ist die globale Verfügbarkeit von sauberem Wasser allerdings stark gefährdet.

Das Essener Unternehmen Intrapore hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Schadstoffe aus Boden und Grundwasser beseitigt werden können. Neu an diesem Verfahren sind vor allem die Nanomaterialien, die das Startup für den Abbau von Schadstoffen wie Benzol, Pestizide, Eisen, Blei, Arsen und andere entwickelt hat. Auf den jeweiligen Schadstoff zugeschnittene Nanopartikel werden in Böden und Grundwasser injiziert. Dort reagieren die Partikel auf die belasteten Stoffe und bauen diese ab. Zuvor wird der gesamte Prozess in dreidimensionalen Modellen visualisiert. Ihnen liegen Daten zugrunde, die Intrapore mit speziellen Messverfahren erhebt.

Ziel des Startups ist es, weltweit den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Die hierfür entwickelte Technologie wird kontinuierlich verfeinert und verbessert. In Europa wird die Technologie bereits erfolgreich genutzt. Derzeit arbeitet Intrapore zudem daran, weitere Standorte außerhalb von Europa vorzubereiten. Auf längere Sicht soll das Verfahren auch in Afrika, Indien, Asien und Nordamerika Anwendung finden.

Die Methodikteams des Next Economy Awards würdigen das innovative Verfahren mit einer Nominierung in der Kategorie „Change“.

www.intrapore.de